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Wut bei Kindern

Achtung:
Diese Seite ist eher an therapeutische und pädagogische Fachleute gerichtet!
Sie kann aber auch für betroffene Eltern und Betreuer Denkanstöße bieten.

Problemstellung

Eltern suchen in einschlägigen ambulanten Einrichtungen häufig wegen “Wutanfälle” ihrer Kinder Rat.

Erfahrungsgemäß sind solche Einrichtungen (Erziehungsberatungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulanzen, Psychotherapeutische Praxen u.ä.) quantitativ überlastet, woraus sich je nach individuellen Bedingungen lange Wartefristen, eingeschränkte therapeutische Kapazitäten oder eine geringe Kontaktrate ergeben.
Für Ratsuchende mit einem akuten Problem ist dies äußerst unbefriedigend.
Für die Einrichtungen ergibt sich daraus die Notwendigkeit, trotz der genannten widrigen Bedingungen Wege zu suchen, die eine relativ schnelle und effektive Hilfe versprechen aber auch wissenschaftlich seriös sind.
Zu diesem Zwecke wurde in der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulanz Bedburg-Hau das Wut-Reduktions-Training (WuRT) für Kinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren entwickelt.
Ziel ist es, den Betroffenen relativ schnell und ohne viel Aufwand Möglichkeiten in die Hand zu geben, weitgehend selbstständig in vivo unter Supervision des Therapeuten dem Problem Herr zu werden.

Theoretischer Hintergrund

S. dazu
Dutschmann,A. (2000/2001).
Das Aggressions-Bewältigungs-Programm ABPro Tübingen: DGVT-Verlag

Dutschmann & Liffers (2004). Das Wut-Reduktions-Training (WuRT). Ein Trainingsprogramm für aggressive Kinder und Jugendliche. In: Psychotherapie im Dialog. Zeitschrift für Psychoanalyse, Systemische Therapie und Verhaltenstherapie 2/2004

Dutschmann,A. (2005). Das Konfliktlösungstraining für Eltern und Pädagogen - KLT Dortmund: verlag modernes lernen

Praktisches Vorgehen

Einzeltechniken:

A) Rationalisierung = Verstehen der Zusammenhänge und Entemotionalisierung des Problems
B) Motivierung = Betroffenheit und Veränderungsbereitschaft wecken
C) Flankierendes Konfliktlösungstraining mit den Eltern (KLT) = Eltern und Bezugspersonen ihre eigene Rolle bewusst machen und Alternativen anbieten
D) Kurztraining der Kinder = Lebensnahes Eintrainieren von Alternativverhaltensweisen
E) In-Vivo-Coping mit Hausaufgaben = Übertragung auf die Lebensrealität des Kindes (in-vivo-Kontingenzmanagement)
F) Evaluation = Überprüfung der Effektivität

Näheres s.dazu Publikation als Download:
Das Wut-Reduktions-Training [4.275 KB]