Das Wut - Reduktions - Training
WuRT

Copyright A. Dutschmann 2004. Download und Kopien nur komplett!
www.drdutschmann.de


Problemstellung

Eltern suchen in einschlägigen ambulanten Einrichtungen häufig wegen “Wutanfälle” ihrer Kinder Rat.

Erfahrungsgemäß sind solche Einrichtungen (Erziehungsberatungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulanzen, Psychotherapeutische Praxen u.ä.) quantitativ überlastet, woraus sich je nach individuellen Bedingungen lange Wartefristen, eingeschränkte therapeutische Kapazitäten oder eine geringe Kontaktrate ergeben.
Für Ratsuchende mit einem akuten Problem ist dies äußerst unbefriedigend.
Für die Einrichtungen ergibt sich daraus die Notwendigkeit, trotz der genannten widrigen Bedingungen Wege zu suchen, die eine relativ schnelle und effektive Hilfe versprechen aber auch wissenschaftlich seriös sind.
Zu diesem Zwecke wurde in der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Ambulanz Bedburg-Hau das Wut-Reduktions-Training (WuRT) für Kinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren entwickelt.
Ziel ist es, den Betroffenen relativ schnell und ohne viel Aufwand Möglichkeiten in die Hand zu geben, weitgehend selbstständig in vivo unter Supervision des Therapeuten dem Problem Herr zu werden.


Das Aggressions- Bewältigungs-Programm
ABPro

ist ein Standardwerk zum Thema Umgang mit Aggressionen und Gewalt.
Es besteht aus drei in sich geschlossenen Bänden , die sich jeweils schwerpunktmäßig praxisnah mit bestimmten Formen von Aggression und Gewalt beschäftigen.
Bezug über Buchhandel oder online, z.B. über diese WebSite.

Das Strategische KonfliktManagement
StraKoM

ist ein praxisbewährtes Programm für den Umgang mit Konflikten. Es ist sowohl für professionelle Anwender als auch für Laien geeignet.
Ausgehend von verschiedenen Erklärungsmodellen werden gezielte Strategien zur Problemlösung angeboten.

Aggression vom Typ A (instrumenteller Typ)
ist der Versuch, gezielt und/ oder geplant, anderen Menschen zur Erlangung eines persönlichen Vorteils Schaden zuzufügen.

Aggression vom Typ B (Emotionstyp)
ist ein durch Erregung bzw. Emotionen hervorgerufenes und/oder begleitetes Verhalten zum Abbau von Spannung und zur Abwehr bedrohlicher Reize, wobei die Schädigung eines Anderen in Kauf genommen wird.

Aggression von Typ C (Erregungstyp)
ist ein durch hohe Erregung hervorgerufenes, weitgehend ungesteuertes Verhalten mit schwerer Gefährdung von Menschen und Sachen.

Theoretischer Hintergrund

S. dazu
Dutschmann,A. (2000/2001).Das Aggressions-Bewältigungs-Programm ABPro Tübingen:DGVT-Verlag

Dutschmann & Liffers (2004). Das Wut-Reduktions-Training (WuRT). Ein Trainingsprogramm für aggressive Kinder und Jugendliche. In: Psychotherapie im Dialog. Zeitschrift für Psychoanalyse, Systemische Therapie und Verhaltenstherapie 2/2004

Dutschmann,A. (2005). Das Konfliktlösungstraining für Eltern und Pädagogen - KLT Dortmund: verlag modernes lernen


Praktisches Vorgehen

Basisdiagnostik

Problemoperationalisierung

Klare Problem - und Zieldefinition.
S.a.unten Rationalisierung

Psychologische Basisdiagnostik

Trotz geringer zeitlicher Kapazität wird routinemäßig der HAWIK-III und eine informelles klinisches Basisscreening durchgeführt. Bei Bedarf werden diese durch die üblichen kinder-und jugendpsychiatrischen diagnostischen Maßnahmen vertieft.

Ziel ist es, abzuklären, inwieweit kognitive oder klinische Defizite das Problem (mit-)verursachen oder aufrecht erhalten (z.B. HKS) und ob das Kind potentiell kognitiv-funktionell in der Lage ist, bei ambulanten psychotherapeutischen Ansätzen mitzuarbeiten oder ob andere Lösungsversuche vielversprechender wären.

Die im Untersuchungsdesign der anderen Orts dargestellten empirischen Evaluation aufgeführten Verfahren wurden systematisch nur zum Zwecke dieser Studie durchgeführt

Systemanalyse

Auf Basis der klassischen anamnestischen Erhebungen werden Bedingungen eruiert, die für Entstehung und Aufrechterhaltung des PV (= Problemverhalten) von Bedeutungs ein könnten. Die Kinder werden dabei in die durch sie überschaubare Bereiche einbezogen.

Abgeklärt wird in diesem Zusammenhang auch, inwieweit über das WuRT hinaus Hilfmaßnahmen für Eltern oder Familie angezeigt sind oder ob andere das soziale Beziehungsnetz des Kindes betreffende Maßnahmen erforderlich sind.


Therapeutisches Procedere

Das WuRT unterscheidet -abgesehen von der Basisdiagnostik- bezüglich der konkreten Wutsymptomatik nicht zwischen diagnostischen und therapeutischen Phasen. Diagnostik wird -sofern sie sich direkt auf das PV bezieht- gleichzeitig als therapeutische Intervention betrachtet.

Das WuRT versucht im übrigen gerade letzteres für therapeutische Zwecke nutzbar zu machen.

Einzeltechniken:

A) Rationalisierung
B) Motivierung
C) Flankierendes Konfliktlösungstraining mit den Eltern (KLT)
D) Kurztraining der Kinder
E) In-Vivo-Coping mit Hausaufgaben
F) Evaluation


A) Rationalisierung

Dies darunter fallenden Techniken dienen dazu:

1. Dem Therapeuten einen Einblick in das Problem zu vermitteln.

2. Das Problem für die Betroffenen zu entemotionalisieren. In der Regel reagieren die Beteiligten -auch die Eltern und Betreuer- mit einem starken Typ-B-Anteil im Sinne unserer Typologie des ABPro (also erregt und emotional).

Die rationale Durchdringung des Problems mit Hilfe des Therapeuten schafft Distanz und Sachlichkeit. S-R- Verbindungen zwischen PV und Reaktionen der Betreuer sollen dadurch gelockert werden.

3. Es wird davon ausgegangen, dass Vagheit und Unbestimmtheit der Problemwahrnehmung zu entsprechend ungezielten und emotionsgeladenen Problemlöseversuchen führen, was wiederum ein Teil des Problems ist. Präzisierung des Problems erleichtert den gezielten Einsatz von Lösungsversuchen.

Einzeltechniken der Rationalisierung:

Problemdefinition:
Geklärt wird hier, was Betreuer und Kinder für ein Problem haben.
Während sich erstere in der Regel deutlich, wenn auch nicht immer präzise äußern, sind sich die Kinder nicht immer bewusst, warum ihre Eltern die Einrichtungen mit ihnen aufsuchen.
Es ist meistens zwar sehr häufig und wortreich mit ihnen geredet worde. Echte Bewusstheit oder gar Betroffenheit ist aber nicht immer vorhanden.
Die Verbalisierung des Problems vor einer außenstehenden neutralen Person, die sich sachlich bis freundlich verhält und in einer fremden -für Kinder oft beeindruckenden- Umgebung, lässt das Problem markant und bedeutungsvoll erscheinen. Die üblichen Kommunikationsprobleme zwischen erregten Kindern und errgten Eltern fallen weg. Die akzeptierende und neutrale Haltung des Therapeuten verringern die Reaktanzneigung.

Topographie:
Die Schilderungen der Bezugspersonen und der betroffenen Kinder sind in der Regel vage, unbestimmt. Einzelpersonen sind sich selbst nicht sicher, was für ein Problem vorliegt und wie sich dies manifestiert. Die Schilderungen der Betroffenen decken sich häufig nicht, sind teilweise konträr.
Betreuer und Kinder werden deshalb dazu angehalten, möglichst präzise die Vorgänge zu beschreiben, vorerst ohne zu interpretieren. Es wird angenommen, dass gerade die Neigung zur Interpretation zur Problemaufrechterhaltung betragen kann (“Das Kind hat einen Wutanfall, weil es böse ist!”, “Wenn ich schreie, gibt Mama nach!”).
Eltern und Kinder sollen sich bewusst werden, inwieweit ihre Beobachtungen und Erinnerungen stimmig und übereinstimmend sind und sich ggf. in ihrer bisherigen Wahrnehmung in Frage stellen.

Quantifizierung:
Die Betroffenen schätzen ein, wie häufig das PV in bestimmten Zeiträumen auftritt. Die

Schätzungen der Betroffenen variieren dabei oft nicht unerheblich.
Teilweise hängt das damit zusammen, dass man unterschiedlicher Auffassung sein kann, was als “Wutanfall” zu werten ist (s.a. Topographie). In Wut hervorgebrachte Beschimpfungen werden von manchen Eltern als unbedeutend angesehen, von anderen als schwerwiegender Ausbruch bewertet.
Es ergibt sich zudem der Eindruck, dass einmalige aber schwerwiegender Ausbrüche, z.B.im Zusammenhang mit körperlichen Gewalttätigkeiten mitunter nicht nur qualitativ sondern auch quantitativ bedeutsamer gewertet werden.
Die Quantifizierung dient also mit dazu, das Problem genauer einzugrenzen. Dadurch kann es ggf. relativiert und somit desensibilisiert werden, was zur Unterbrechung von Kreisprozessen beitragen kann. Oft wird den Betroffenen erstmalig richtig bewusst, welch großes Ausmaß das von ihnen möglicherweise bisher als unbedeutend empfundene Problem hat.

Bedingungsanalyse:
Einbezogen werden Kinder und Eltern.
Hier geht es um die konkreten Auslöser des PV und auch im Sinne des ABPro nach dem operanten (Typ A) und respondenten (TypB/C) Anteilen der Verhaltenssequenz.

Aggression vom Typ A (instrumenteller Typ)
ist der Versuch, gezielt und/ oder geplant, anderen Menschen zur Erlangung eines persönlichen Vorteils Schaden zuzufügen.

Aggression vom Typ B (Emotionstyp)
ist ein durch Erregung bzw. Emotionen hervorgerufenes und/oder begleitetes Verhalten zum Abbau von Spannung und zur Abwehr bedrohlicher Reize, wobei die Schädigung eines Anderen in Kauf genommen wird.

Aggression von Typ C (Erregungstyp)
ist ein durch hohe Erregung hervorgerufenes, weitgehend ungesteuertes Verhalten mit schwerer Gefährdung von Menschen und Sachen.


B. Motivierung

Die Erfolgsaussichten des WuRT sind anhängig von Motivation und Compliance der Beeiligten. Folgende Probleme können diesbezüglich auftreten:

  1. Die Kinder haben kein Problembewusstsein und somit keine Veränderungsmotivation.
  2. Das PV hat eine stark instrumentelle Komponente im Sinne des Typ A des ABPro. Sie werden zur Erreichung eines Zieles eingesetzt.
  3. Es wird in der Therapiesituation Motivation geäußert, ggf. vorgespielt, die sich dann nicht auf die Realität überträgt.
  4. Die Eltern gehen davon aus, dass die Kinder “repariert” werden müssen. Sie sind nicht oder nur zögerlich bereit, eigene Verhaltensänderungen anzustreben.

Bezüglich letzteren wird den Eltern deutlich gemacht, dass ohne entsprechende Kooperation ihrerseits keine Hoffnung auf Erfolg besteht.

Bei den Kinder werden folgende Motivationstechniken eingesetzt:

Erarbeitung von Kontingenzen auf kognitiver Basis
Dies geschieht natürlich in altersgemäßer Form und ist den jeweiligen kognitiven Fähigkeitend des Kindes angepasst.
Gemeinsam mit dem Kind werden auch die zeitlich nicht kontingenten Konsequenzen des PV erarbeitet. Geklärt wird, welche Auswirkungen das Problemverhalten hat und warum es notwendig ist, dies abzustellen und durch Alternativverhaltensweisen zu ersetzen.

Optische Dichotomisierung
Der Therapeut fertigt in Plakatform eine Karrikatur des Kindes im nicht-erregten Zustand an. Sie zeigt ein freundliches, sympathisches Gesicht, das mit dem Namen des Kindes (z.B. Peter 1) bezeichnet wird. Eine 2. Karrikatur (“Peter 2”) zeigt, wie sich der Therapeut das wütende schreiende Kind vorstellt - verzerrt, hässlich, unsympathisch:

In der Regel werden die Karrikaturen zwar als witzig aber durchaus als beeindruckend und zutreffend von den Kindern (und den Eltern) angesehen.
Gemeinsam werden typische Eigenschaften von Peter 1 und Peter 2 erarbeitet. Dabei werden die Bezeichnungen der Kinder selbst aufgenommen und der jeweiligen Karrikatur zugeorednet. Natürlich mit ein bisschen suggestiver Nachhilfe wird “Peter 1” als sympathisch, nett, intelligent, klug, cool etc.bezeichnet. “Peter 2” wird dagegen als doof, unintelligent, verrückt, bescheuert, uncool etc. gesehen.
Frage an das Kind:
Welcher von beiden möchtest du denn sein?
Ohne Ausnahmen wurden bisher ohne Zögern “Peter 1” gezeigt.

Das Kind bekommt den Auftrag, das Plakat mit der Karrikatur an disponierter Stelle zu Hause aufzuhängen. Dies dient als Cue für entsprechende Verhaltensweisen. Außerdem soll protokolliert werden, wie häufig “Peter 2” in Aktion getreten ist.

Grenzsetzungen
Bei offensichtlich starker Reaktanz oder geringer intrinsischer Motivation des Kindes betont der Therapeut, dass er nur über eine begrenzte Bereitschaft und Möglichkeit zur Kooperation mit dem Kind verfügt. Würden sich nach drei Sitzungen nicht bemerkbare Veränderungen ergeben, würde er die Therapie abbrechen und den Eltern in schwererem Fällen auch andere Maßnahmen empfehlen (Einschaltung des Jugendamtes etc.). Der Therapeut sei nicht bereit, sich “verarschen” zu lassen und sich mit unwilligen Kinder rumzuschlagen. Das könnte man willigeren und bedürftigen Kindern aber auch den Kostenträger gegenüber nicht verantworten. Dabei wird nicht selten bewusst eine drastische und kindgemäße Sprache gewählt. Das weckt Betroffenheit. Das Kind soll außerdem nicht den Eindruck bekommen, dass es dem Therapeuten einen Gefallen tut, wenn es kooperiert.
Dieses Vorgehen hat sich besonders in den Fällen bewährt, wo die Kinder schon mehrere, teilweise sehr aufwändige aber erfolglose Therapieversuche hinter sich haben.

Das Strategische KonfliktManagement
StraKoM

ist ein praxisbewährtes Programm für den Umgang mit Konflikten. Es ist sowohl für professionelle Anwender als auch für Laien geeignet.
Ausgehend von verschiedenen Erklärungsmodellen werden gezielte Strategien zur Problemlösung angeboten.


C) Flankierendes Konfliktlösungstraining mit den Eltern (KLT)

Mit den Eltern werden relevante Teile aus dem Konfliktlösungstraining für Eltern und Pädagogen -KLT bearbeitet .Insbesondere wird in die Erregungsniveaukurve eingeführt. Die Eltern lernen, die Höhe der Erregung des Kindes (und der eigenen) in eine Skala zwischen 0 (ganz cool) und 100 (kochendheiß), einzuschätzen. Sie lernen, ihrem Kind zu helfen, den spezifischen “Ausflipppunkt” (“AFP”) zu identifizieren und spätestens kurz vor dem Eintreten entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Von großer Bedeutung ist dabei eine angemessene Ruhe und Gelassenheit Seitens der Eltern.
Die tatsächliche Beschäftigung mit dem Training gilt auch als Indikator für eine echte Kooperationsbereitschaft der Eltern.


D) Kurztraining der Kinder

In der Therapiesituationen werden konkrete problematische Situationen analysiert. In der Regel stehen die Wutanfälle im Zusammenhang mit relativ wenigen typischen Auslösern.
Zwei Techniken stehen beim Training im Vordergrund:

1. Kognitive Umstrukturierung:
Das Kind soll sich über die Motive eines Aggressors bewusst werden und selbst entscheiden, ob es sinnvoll ist, sich dessen Willen zu beugen.

2. Alternativreaktionen auf Aversive Stimuli werden im Rollenspiel eingeübt:
Beispiele:
- Provokation:“Du Hurensohn
Reaktion: “Meine Mutter ist Krankenschwester- und deine?

- Provokation: “Du bist ein Wichser!
Reaktion:”Bei mir klappt es wenigstens - und bei dir?!

- Provokation durch Mädchen:"Du bist eine fette Sau!"
Reaktion: Dieses bekommt wortlos ein Post-it angeheftet: “Gutschein für ein Mal Besuch der Jungentoilette”

etc.

Bezüglich Probleme, die sich aus alltäglichen Erziehungssituationen, z.B. auf durch Eltern gestellte Anforderungen gehen, werden letztere in das Rollenspiel einbezogen. In diesem Falle wird besonders Wert auf das Eintrainieren von Ruhe und Sachlichkeit (der Eltern) gelegt (s.Basisinformation der Eltern).

Auch mit dem Kind wird -entsprechend seiner kognitiven Fähigkeiten- die Identifizierung des Aussflipppunktes (AFP) nahe gebracht und im Rollenspiel eingeübt, wie in kritischen Sitautionen zu verfahren ist


E) In-Vivo-Coping mit Hausaufgaben

Sowohl Eltern als auch Kinder sollen bestimmte Hausaufgaben erledigen:

1. Ereignisprotokolle anlegen mit Auslöser, Verlauf und Ausgang des Ereignisse
Auf diese Weise sollen die Vorgänge wieder entemotionalisiert werden. Beobachten, Schreiben und Nachdenken vertragen sich nicht mit Erregungsausbrüchen.
Die Aufzeichnungen dienen außerdem als Material zur gemeinsamen Evaluation mit dem Therapeuten.

2. Umsetzen des StraKoM durch die Eltern

3. Paradoxe Übungen
Als gezielte therapeutische Technik wird in diesem Zusammenhang die “Sei-Spontan-Paradoxie” sensu WATZLAWIK eingesetzt. Das Kind wird aufgefordert, einen solchen Wutanfall vorzumachen, dies möglichst echt und spontan. Im Kontext der Untersuchung ist es nur einem einzigen Kind gelungen, dieser Aufforderung nachzukommen.
Bei den anderen erfolgte nun eine Diskussion mit einem scheinbar “verwirrten” Therapeuten, der es nicht verstehen könne, dass das Kind ein Verhalten nicht zeigen könne, das es immer wieder zeigt.
Ziel dieser Technik ist zu versuchen, eingeschliffenen S-R-Verbindungen und automatisch ablaufenden Vorgängen eine neue kognitive Qualität zu verleihen und somit zu destabilisieren. Das Kind soll beginnen, das PV zu überdenken und ggf. in Frage zu stellen.

4.Telefonkontakte oder SMS oder eMails
Kind und Eltern rufen in etwa wöchentlichen Abständen den Therapeuten an, um einen Zwischenbericht abzugeben und eventuelle Probleme zu klären. Die Anrufe dienen außerdem als Indiz für Kooperationsbereitschaft.
Wenn möglich, soll das Kind, wenn ein Wutanfall droht, dem Therapeuten eine SMS schicken. Die damit verbundenen Umstände unterbrechen natürlich die Automatik des Handlungsablaufes.


F) Supplementäre Ansätze

Darunter fallen u.U. Trainings mit Bezugspersonen (z.B. Emotionsmanagement), Kommunikationstraining, Motopädie etc.


G) Evaluation
In etwa einmonatigen Abständen wird im persönlichen Kontakt mit dem Therapeuten die Effektivität überprüft, Modifikationen und Ergänzungen geplant.


Empirische Überprüfung

Es liegt eine empirische Effektivitätsüberprüfung in Kooperation mit der Universität Wuppertal vor:

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